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Frischgebackene Eltern nach einer Hausgeburt

Alles zur Geburt

Hausgeburt - Natürlich gebären in vertrauter Umgebung

Inhaltsverzeichnis:

Die Geburt eines Kindes ist ein bewegender Moment voller Aufregung, Erwartungen und Vorfreude. Viele werdende Eltern wünschen sich für diesen besonderen Tag eine Umgebung, die Geborgenheit, Ruhe und Nähe vermittelt. Eine Hausgeburt kann in diesem Moment eine erfüllende Alternative zur Klinik sein – vertraut, selbstbestimmt und begleitet von einer erfahrenen Hebamme, die an deiner Seite ist.

Die Entscheidung für eine Geburt außerhalb der Klinik ist ganz individuell. Manche werdenden Mamas sehnen sich nach einer natürlichen Geburt ohne Eingriffe. Andere möchten sich frei bewegen, sich ganz auf ihren Körper einlassen und viele suchen einfach nach verlässlichen Informationen, die Sicherheit geben, ohne Druck auszuüben.

Ganz gleich, ob du deine erste Geburt erwartest oder schon Erfahrung mitbringst, hier findest du Orientierung, Unterstützung und ehrliche Antworten. Denn am Ende zählt nur eines: dass du dich gut fühlst mit deiner Entscheidung und darauf vertrauen kannst, dass du genau den richtigen Weg für dich und dein Kind findest.

Was ist eine Hausgeburt?

Eine Hausgeburt findet in der geschützten Umgebung des eigenen Zuhauses statt - ohne Klinik, aber mit der kontinuierlichen Begleitung einer qualifizierten Hebamme. Als werdende Mutter bedeutet das vor allem eines: Selbstbestimmung. Du bestimmst den Rhythmus, bewegst dich frei, isst, trinkst oder duschst, wie es dir guttut. Eine Wassergeburt ist bei entsprechender Vorbereitung auch möglich.

Im Mittelpunkt einer Hausgeburt steht dein persönliches Erleben. Es entsteht eine ruhige, vertraute Atmosphäre, in der die Geburt als natürlicher Prozess wahrgenommen werden kann. Besonders wohltuend ist dabei die kontinuierliche Begleitung durch eine Hebamme, die dich idealerweise schon während der Schwangerschaft unterstützt, etwa bei Vorsorgeuntersuchungen oder in Kursen zur Geburtsvorbereitung. Diese konstante Beziehung schenkt Sicherheit, Zuversicht und das Gefühl, gerade in den wichtigsten Momenten gesehen und verstanden zu werden. Für viele Frauen, die sich eine interventionsarme, möglichst selbstbestimmte Geburt wünschen, ist genau diese Vertrautheit stärkend und entlastend zugleich.

Die Wahl des Geburtsortes ist eine persönliche Entscheidung und sollte gut zu deiner Situation und deinem Gefühl passen: 

  • Hausgeburt: Eine Hausgeburt findet im eigenen Zuhause statt und wird von einer Hebamme begleitet, die dich meist bereits während der Schwangerschaft betreut hat.

  • Geburtshaus: Ein Geburtshaus ist eine außerklinische Einrichtung mit geburtsbegleitender Hebamme in wohnlicher Atmosphäre, außerhalb der eigenen Wohnung.

  • Geburtsklinik: Eine Klinikgeburt erfolgt im Krankenhaus mit medizinischer Ausstattung und einem Team aus Fachpersonen, zum Beispiel Hebammen und Ärzten/Ärztinnen.

Wichtig zu wissen: Eine Hausgeburt ist nur möglich, wenn deine Schwangerschaft ohne medizinische Auffälligkeiten verläuft und alle Voraussetzungen stimmen. Was genau dazu gehört, erklären wir dir weiter unten im Artikel Schritt für Schritt, transparent und verständlich.

Wie läuft die Geburt zu Hause ab?

Keine Hausgeburt gleicht der anderen, sie richtet sich nach deinem ganz persönlichen Rhythmus, dem natürlichen Verlauf der Geburt und dem, was sich in dem Moment für dich richtig anfühlt. Gleichzeitig sorgt eine klare, abgestimmte Vorbereitung für Orientierung und Sicherheit für dich und alle, die dich begleiten.

Vorbereitung durch die Hebamme: Gemeinsam planen, sicher ankommen

Schon einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt die enge Zusammenarbeit mit deiner Hausgeburtshebamme. In regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und oft in Abstimmung mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin besprecht ihr deine Wünsche, mögliche Szenarien und die praktischen Vorbereitungen. Deine Hebamme hilft dir dabei, die wichtigsten Dinge für die Geburt zu Hause bereitzulegen. Dazu gehören zum Beispiel saugfähige Unterlagen, Handtücher, ggf. eine Wärmelampe oder ein Geburtspool. Auch Snacks, Getränke, Musik oder persönliche Dinge, die dir guttun, kannst du vorbereiten. Was du genau brauchst, besprecht ihr in Ruhe. So entsteht ein gemeinsamer Geburtsplan, der dir Halt gibt, dich einbindet und zugleich flexibel bleibt, damit du dich in jedem Moment gut begleitet fühlst.

Die Rufbereitschaft: Verlässliche Begleitung, wann immer es losgeht

Ab der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) bis etwa eine Woche nach dem errechneten Geburtstermin ist deine Hebamme in Rufbereitschaft. Das heißt: Sie ist in dieser Zeit rund um die Uhr für dich erreichbar, falls die Geburt beginnt. Sobald sich die Geburt durch erste Wehen oder einen Blasensprung ankündigt, bleibt sie in engem Kontakt mit dir. Wenn der richtige Moment gekommen ist, macht sie sich auf den Weg zu dir nach Hause.
Häufig bringt die Hebamme eine zweite Kollegin oder Geburtshelferin mit, damit du in jeder Phase der Geburt liebevoll und lückenlos betreut wirst. Dieses eingespielte Team sorgt dafür, dass du dich gut aufgehoben und sicher fühlen kannst, ganz gleich, wie dein Geburtsverlauf aussieht.

Die Geburt selbst: In deinem Tempo, an deinem Ort

Wenn die Geburt beginnt, sorgt deine Hebamme für eine ruhige, geschützte Atmosphäre mit viel Achtsamkeit und Raum für deine Bedürfnisse. Du entscheidest, wie und wo du dein Baby zur Welt bringen möchtest: im Bett, im Stehen, auf einem Gebärhocker oder vielleicht im warmen Wasser einer vorbereiteten Wanne.
Währenddessen begleitet dich deine Hebamme aufmerksam, kontrolliert regelmäßig die Herztöne deines Babys und achtet darauf, dass du dich wohlfühlst und alles stabil verläuft. Sollte es zu einem Dammriss kommen, wird er behutsam mit Erfahrung und dem nötigen Feingefühl versorgt.

Nach der Geburt: Ankommen in Ruhe und Sicherheit

Nach der Geburt bleibt deine Hebamme noch mehrere Stunden bei dir,  solange, bis alles stabil ist und du dich sicher fühlst. Sie versorgt dein Baby behutsam, überprüft die Plazenta, unterstützt dich beim ersten Stillen und achtet darauf, dass du körperlich und emotional gut versorgt bist.
Auch in den Tagen danach ist sie für euch da: Bei regelmäßigen Hausbesuchen begleitet sie dich durch das Wochenbett, beantwortet Fragen und hilft dir, gut in euer neues Familienleben zu starten – mit Ruhe, Verlässlichkeit und einem offenen Ohr für alles, was dich bewegt.

Wie sicher sind Hausgeburten?

Viele werdende Eltern stellen sich diese wichtige Frage: Ist eine Geburt zu Hause wirklich sicher? Die Antwort lautet: Ja, sofern deine Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft und die Geburt von einer qualifizierten Hebamme begleitet wird.

Zahlen und Erfahrungswerte bestätigen das: Laut dem QUAG-Bericht 2022 (Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe) verlaufen rund 90 Prozent der geplanten Hausgeburten ohne medizinische Eingriffe wie Kaiserschnitt, Dammschnitt oder größeren Geburtsverletzungen. In etwa 15 bis 20 Prozent der Fälle erfolgen Verlegungen in eine Klinik, zum Beispiel bei einem stagnierenden Geburtsverlauf, bei Erschöpfung oder bei dem Wunsch nach einer Periduralanästhesie (PDA).

Was viele Eltern beruhigt: Auch im Fall einer Verlegung in die Klinik bleibt deine Hebamme an deiner Seite. Sie organisiert alles Notwendige und sorgt dafür, dass der Übergang in den Kreißsaal sanft und gut abgestimmt verläuft, damit du dich auch in dieser Situation getragen und gut begleitet fühlst. Damit im Notfall alles reibungslos klappt, ist es außerdem empfehlenswert, dich vor dem errechneten Geburtstermin vorsorglich in einer nahegelegenen Geburtsklinik anzumelden. So liegen dort bereits alle personenbezogenen Daten vor und du kannst dich auch auf diese Möglichkeit gut vorbereitet fühlen.

Für wen ist eine Hausgeburt ungeeignet?

Eine Hausgeburt ist in der Regel nur möglich, wenn keine medizinischen Risiken vorliegen. Nicht empfohlen wird sie zum Beispiel bei:

  • einer Frühgeburt vor der 37. SSW
  • Beckenendlage oder Querlage des Babys
  • einer Mehrlingsschwangerschaft
  • auffälligen Befunden bei den Vorsorgeuntersuchungen, z. B. Präeklampsie (umgangssprachlich auch Schwangerschaftsvergiftung genannt – eine ernst zu nehmende, gut überwachbare Schwangerschaftserkrankung), erhöhter Blutdruck oder wenn eine frühere Geburt per Kaiserschnitt ein erhöhtes Risiko darstellt
  • bestimmten Vorerkrankungen der Mutter, etwa, wenn ein insulinpflichtiger Schwangerschaftsdiabetes besteht
  • oder wenn eine Unverträglichkeit der Blutgruppen von Mutter und Kind festgestellt wurde

Deshalb ist die enge Abstimmung zwischen dir, deiner Hebamme und deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin besonders wichtig. Gemeinsam prüft ihr, ob alle Voraussetzungen für eine Geburt zu Hause erfüllt sind – offen, ehrlich und in deinem Tempo. So kannst du auf einer sicheren Grundlage entscheiden, welcher Geburtsweg zu dir und deiner Familie passt.

Voraussetzungen & Kosten – Was du rechtzeitig wissen solltest

Rechtliche Regelungen und die Kostenübernahme können je nach Region unterschiedlich sein. In vielen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Leistungen rund um Vorsorge, Geburt, Wochenbett und Stillberatung. Zusätzlich fällt oft eine Rufbereitschaftspauschale an, meist zwischen 250 und 600 Euro. Manche Krankenkassen beteiligen sich freiwillig an diesen Kosten oder erstatten einen festen Tarif. Deine Hebamme oder der Hebammenverband können dich hier verlässlich informieren.

Tipp: In besonderen Fällen, etwa wenn ein gesundheitliches Risiko besteht, aber gut betreut werden kann, ist unter Umständen auch eine ärztlich begleitete Hausgeburt gemeinsam mit einer Hebamme möglich. Solche Entscheidungen sollten immer individuell und fachlich abgestimmt getroffen werden.

Wichtig ist: Beginne möglichst früh mit der Suche nach einer Hebamme, am besten im ersten Trimester. Die gesetzlich vorgesehene Rufbereitschaft beginnt in der Regel ab der 37. SSW und dauert bis etwa eine Woche nach dem errechneten Geburtstermin. In dieser Zeit ist deine Hebamme für dich erreichbar, Tag und Nacht.

Ist Hausgeburt nach Kaiserschnitt oder beim ersten Kind möchlich?

Ob eine Hausgeburt nach einem Kaiserschnitt möglich ist, hängt vom individuellen Gesundheitsverlauf ab. Grundsätzlich gilt: Eine sogenannte VBAC (vaginale Geburt nach Kaiserschnitt) ist nicht ausgeschlossen, sie erfordert jedoch eine besonders sorgfältige medizinische Einschätzung und Vorbereitung. Wichtig ist dabei, dass alle Faktoren, etwa Narbenrisiken, Plazentaposition und der Verlauf der Schwangerschaft, unauffällig sind. Eine erfahrene Hebamme, die eng mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin zusammenarbeitet, ist hier entscheidend. Manche Hebammen begleiten solche Geburten nur in Kliniknähe, für den Fall, dass schnelle Unterstützung notwendig ist.

Auch wenn du zum ersten Mal gebärst, ist eine Hausgeburt grundsätzlich möglich, vorausgesetzt, deine Schwangerschaft verläuft komplikationsfrei. Eine intensive Vorbereitung, Vertrauen in deinen Körper und eine verlässliche Hebamme an deiner Seite sind dafür wichtige Grundlagen. Viele Frauen empfinden gerade die erste Geburt zu Hause als besonders kraftvoll, bewusst und selbstbestimmt.

Eine Geburt, die zu dir passt

Eine Hausgeburt ist mehr als nur ein Geburtsort, sie ist eine bewusste Entscheidung für Ruhe, Nähe und Zuversicht. Für viele Erstgebärende bedeutet sie: im eigenen Rhythmus gebären, mit Menschen an der Seite, denen sie vertrauen.
Ob du schon weißt, was du willst, oder noch offen bist: wichtig ist, dass du dich gut informiert und sicher fühlst. Es braucht keinen perfekten Plan, sondern eine Entscheidung, die sich für dich und dein Baby richtig anfühlt. Mit Vorbereitung, fachlicher Begleitung und Vertrauen in deinen Weg kann die Geburt zu Hause ein kraftvoller Start ins Leben sein, getragen von Mut, Klarheit und Fürsorge.

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