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Junge Mutter lächelt Baby an

Tipps & Erfahrungsberichte

Wochenfluss – Alles rund um die Blutungen nach der Geburt

Inhaltsverzeichnis:

Die Geburt deines Babys ist ein überwältigendes Erlebnis – voller Emotionen, Glücksmomenten und neuen Herausforderungen. Dein Körper hat dabei Großartiges geleistet, und auch nach der Geburt passiert noch eine ganze Menge. Eine der sichtbarsten Veränderungen in diesen ersten Wochen nach der Entbindung ist der Wochenfluss.

Auch wenn er völlig normal ist und bei jeder Frau auftritt – ganz gleich, ob du spontan oder per Kaiserschnitt geboren hast – spricht kaum jemand wirklich darüber. Vielleicht verunsichert dich der Anblick oder du fragst dich, ob die Menge, die Farbe oder der Geruch normal sind. Genau deshalb ist es so wichtig, offen über den Wochenfluss zu sprechen.

Der Wochenfluss ist ein Zeichen dafür, dass deine Gebärmutter heilt und sich zurückbildet. Er gehört zum Wochenbett – und doch kann er Fragen, Unsicherheiten und manchmal sogar Sorgen auslösen. In diesem Ratgeber erfährst du, was hinter dem Wochenfluss steckt, wie lange er dauert, welche Veränderungen normal sind und woran du erkennst, wenn etwas nicht stimmt. Außerdem bekommst du praktische Tipps für die Hygiene in dieser besonderen ersten Zeit, damit du dich gut vorbereitet und sicher fühlen kannst.

Was ist der Wochenfluss?

Nach der Geburt deines Babys löst sich die Plazenta (die Nachgeburt bzw. der Mutterkuchen) von der Gebärmutterwand. An der Stelle, an der sie während der Schwangerschaft angewachsen war, entsteht dabei eine Wundfläche. Diese heilt im Laufe des Wochenbetts von alleine wieder ab. Dabei entsteht der Wochenfluss, im Fachjargon „Lochien“ genannt (von griechisch lochios, was bedeutet „zur Geburt gehörend“). 

Der Wochenfluss besteht aus Blut, Schleim, Bakterien und Geweberesten, die während der Schwangerschaft die Gebärmutter ausgekleidet haben. Typischerweise beginnt der Wochenfluss unmittelbar nach der Geburt und seine Zusammensetzung verändert sich im Verlauf. Ein stark oder schlecht riechender Wochenfluss kann ein Hinweis auf Infektionen sein – in diesem Fall kontaktiere bitte deine Hebamme oder deinen Arzt / deine Ärztin.

Wichtig: Der Wochenfluss ist ein natürlicher und notwendiger Teil des Wochenbetts. Er zeigt, dass der Körper sich selbst reinigt und regeneriert. Dennoch ist es normal, dass frischgebackene Mütter ein wenig besorgt sind, besonders wenn sie das erste Mal geboren haben.

Wie lange dauert der Wochenfluss?

In der Regel dauert der Wochenfluss etwa vier bis sechs Wochen, manchmal auch ein bisschen länger oder kürzer. Die Farbe, Menge und Konsistenz verändern sich im Verlauf der Wochen – und genau das ist völlig normal.

Die Dauer des Wochenflusses hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Art der Geburt, von der Größe der Wunde in der Gebärmutter, von der Blutgerinnung der Frau und von hormonellen Einflüssen. Grundsätzlich kann man den Wochenfluss in mehrere Phasen unterteilen:,,

  • Lochia rubra (1. Woche nach der Geburt):
    Anfangs ist der Wochenfluss meist kräftig rot und blutig. Vermutlich wirst du die Blutung stärker wahrnehmen als deine normale Periodenblutung. Vor allem beim Aufstehen kann es vorkommen, dass das Blut schwallartig aus deiner Vagina fließt. Die Blutung kann mit kleinen Gewebestücken oder Schleim verbunden sein. In dieser Phase verliert die Mutter in der Regel am meisten Blut. Am ersten Tag können es bis zu 300 ml sein. Danach wird es schrittweise weniger und erinnert eher an eine normale Menstruationsblutung.
  • Lochia fusca (2. Woche nach der Geburt):
    Ab der zweiten Woche wird der Wochenfluss schwächer, dünnflüssiger und eher rosa-braun. Jetzt besteht er vermehrt aus Sekret, Blutresten und weißen Blutkörperchen, die bei der Heilung helfen. Die Menge beträgt etwa 10-30 ml pro Tag.
  • Lochia flava (3. Woche nach der Geburt):
    In dieser Phase der Wundheilung ist die Farbe des Wochenflusses oft gelblich, bei manchen Frauen weiterhin rötlich-braun. Er besteht vor allem aus Geweberesten, Leukozyten und Schleim. Hin und wieder kann sich etwas Blut beimengen. Pro Tag ist in der dritten Woche mit weniger als 10 ml zu rechnen.
  • Lochia alba (4. Woche nach der Geburt):
    Zum Ende des Heilungsprozesses wird der Wochenfluss gelblich-weißlich bis klar, wässrig und weniger intensiv. Er ist nun mit einem leichten vaginalen Ausfluss zu vergleichen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Gebärmutter vollständig zurückgebildet wird und die Heilung des Endometriums (Schleimhaut im inneren der Gebärmutter) abgeschlossen ist. Nach und nach wird der Wochenfluss vollständig versiegen.

Es ist normal, dass sich die einzelnen Phasen überlappen und die Dauer des Wochenflusses von Frau zu Frau leicht variiert. Wichtig ist, auf Anzeichen von Infektionen zu achten: Übelriechender Wochenfluss, starke Schmerzen, Fieber oder plötzlich wieder stark einsetzende Blutungen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Der Wochenfluss nach einem Kaiserschnitt

Egal ob vaginale Geburt oder Kaiserschnitt (Sectio) – jede Frau hat nach der Geburt den Wochenfluss. Auch Mamas, die durch Sectio entbunden werden, durchlaufen die oben beschriebenen Phasen in Bezug auf Menge und Aussehen des Wochenflusses. Nach einem Kaiserschnitt kann dieser je nach Frau etwas schwächer und kürzer, manchmal aber auch etwas länger ausfallen als nach einer vaginalen Geburt. Die Gründe dafür sind nicht vollständig geklärt – möglich sind Unterschiede in der chirurgischen Behandlung, der Blutstillung während der Operation und in der Rückbildungsdynamik der Gebärmutter.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass das Risiko für einen Wochenflussstau nach einem Kaiserschnitt etwas erhöht ist. Achte nach einer Sectio ganz besonders auf eine gute Hygiene und gib dir und deinem Körper genügend Zeit zur Erholung.

Mögliche Komplikation: Wochenflussstau

Grundsätzlich ist es normal, dass die Blutung nach der Geburt etwas schwankend verläuft, mal etwas stärker, dann wieder schwächer. Bemerkst du jedoch, dass sie deutlich zu früh stark nachlässt oder sogar ganz aufhört? Dann könnte ein Wochenflussstau vorliegen.

Wie entsteht ein Wochenflussstau?

Bei einem Wochenflussstau kann das Wundsekret in der Gebärmutter nicht ungehindert abfließen. Ein solcher Lochialstau kann verschiedene Ursachen haben:

  • Verstopfung des inneren Muttermunds: Der Abfluss kann beispielsweise durch ein Koagel (geronnener Blutklumpen) sowie durch Reste der Eihäute oder Plazenta blockiert sein.
  • Nach hinten geknickte Lage der Gebärmutter: Bei dieser anatomischen Besonderheit kommt es ebenfalls leichter zu einem Wochenflussstau.
  • Wenige Nachwehen: Die Nachwehen spielen eine wichtige Rolle für die Rückbildung der Gebärmutter.
  • Muttermundspasmus: Hierbei öffnet sich der Muttermund nicht ausreichend.
  • Schonhaltung oder zu wenig Bewegung: Klar, du solltest dich im Wochenbett schonen, aber leichte Bewegung ist sehr förderlich für das Abfließen des Wochenflusses.
  • Zu geringe Aufdehnung des Muttermunds: Das kann beispielsweise nach einem Kaiserschnitt der Fall sein.

Was sind die Symptome eines Wochenflussstaus?

Typische Anzeichen für einen Wochenflussstau sind:

  • Wenig oder kein sichtbarer Wochenfluss über mehrere Tage
  • Schlecht riechender Wochenfluss
  • Erhöhte Temperatur, im Verlauf auch Fieber und Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen im Stirnbereich
  • Aufgeblähter und druckempfindlicher Unterbauch
  • Stagnierende Rückbildung der Gebärmutter
  • Allgemeines Unwohlsein

In seltenen Fällen kann ein unbehandelter Wochenflussstau zu einer Entzündung der Gebärmutter führen. Bemerkst du bei dir eines oder mehrere dieser Symptome, dann wende dich bitte an deinen Gynäkologen / deine Gynäkologin oder deine Hebamme.

 

Wie wird eine Wochenflussstau behandelt?

Die Behandlung eines Wochenflussstaus ist meist unkompliziert, wenn er früh erkannt wird:

  • Bewegung: Sanfte Spaziergänge, Beckenbodenübungen, leichte Gymnastik oder auch ein warmes Fußbad mit Badesalz fördern den Abfluss.
  • Sanfte Massage: In Absprache mit der Hebamme kann die Gebärmutter von außen sanft massiert werden.
  • Feuchtwarme Bauchwickel: Wärme entspannt die Muskulatur und erleichtert den Abfluss.
  • Bauchlage: Verbringe zwei Mal täglich etwa 30 Minuten in Bauchlage. Dies fördert bei einer nach hinten geknickten Gebärmutter den Abfluss des Wochenflusses. Du kannst dich dabei auf ein zusammengerolltes Kissen oder Duschtuch legen, das sich ein wenig unterhalb deines Bauchnabels befindet. Durch diese Position kommst du in die richtige Lage im Becken und die Rückbildung der Gebärmutter wird gefördert.
  • Stillen: Wenn dein Baby an der Brust saugt, wird vermehrt das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Dieses fördert die Rückbildung der Gebärmutter.
  • Medikamente: Möglicherweise bekommst du von deinem Arzt / deiner Ärztin ein Medikament (Spasmolytikum) oder auch Oxytocin (Syntocinon) verschrieben, das hilft, den Muttermund weiter zu öffnen, sodass das Wundsekret besser abfließen kann. 

Wichtig: Schäme dich nicht, Fragen zu stellen. Der Wochenfluss ist ein ganz natürlicher Prozess, den alle frischgebackenen Mütter erleben.

 

Tipps rund um die Hygiene während des Wochenflusses

Hygiene ist während des Wochenflusses besonders wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Achte am besten auf folgende Tipps:

  • Regelmäßiger Wechsel von Binden: Verwende spezielle Wochenbettbinden und wechsle sie mindestens alle 2–4 Stunden, je nach Blutungsstärke.
  • Keine Tampons: Tampons sind während des Wochenflusses nicht empfohlen, da sie das Infektionsrisiko erhöhen.
  • Sanfte Reinigung: Die Vulva kann vorsichtig mit lauwarmem Wasser oder pH-neutraler Seife gereinigt werden, beispielsweise in einem Bidet. Alternativ kannst du mit einem Wasserkrug oder mit einer Intimdusche auf der Toilette nachspülen. Starkes Waschen oder aggressive Produkte sind unnötig. Danach trocken tupfen.
  • Hände waschen: Wasche dir nach jedem Vorlagenwechsel die Hände. Bist du noch in der Klinik, so solltest du die Hände aufgrund der Krankenhauskeime auch desinfizieren, bevor du das nächste Mal dein Baby anfasst.
  • Atmungsaktive Kleidung: Baumwollunterwäsche ist ideal, da sie die Luftzirkulation im Intimbereich unterstützt und Feuchtigkeit ableitet.
  • Ruhe und Entspannung: Stress und Hektik können die Rückbildung verlangsamen. Gönne dir Pausen und körperliche Schonung. Sanfte Bewegung ist aber ebenso empfehlenswert, da sie die Rückbildung fördern kann. Hierfür kannst du beispielsweise auch leicht deinen Bauch reiben. Das Stillen fördert die Rückbildung und den Wochenfluss ebenfalls.

Noch Wochenfluss oder schon erste Periode?

Womöglich fragst du dich nach einigen Wochen: „Ist das noch der Wochenfluss oder schon die erste Menstruation?“.

  • Zeitpunkt: Bei vielen nichtstillenden Frauen setzt die erste Menstruation nach der Geburt nach etwa sechs bis zwölf Wochen ein. Stillst du dein Baby, so kann sie aber auch deutlich länger ausbleiben. So unterdrückt das Stillhormon Prolaktin den Eisprung. Manche stillenden Frauen haben erst einige Monate nach der Geburt wieder ihre Regelblutung.
  • Unterschiede: Der Wochenfluss kann anfangs zwar stärker sein als eine normale Monatsblutung. Nach einiger Zeit wird er dann aber deutlich schwächer, wässriger und verändert seine Farbe von rot zu gelblich-weiß. Auch ist die Periode in der Regel weniger schleimig und klarer rot. 

Bist du dir unsicher, was deine Blutung betrifft, so wende dich an deine Hebamme oder deinen Frauenarzt / deine Frauenärztin. Jeder Körper ist anders und auch die Rückbildung ist ein sehr individueller Vorgang nach der Geburt.

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