Ist doch gar nicht schwer. Wie gut, dass es inzwischen für jede Altersstufe der Kleinen und speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Babykost gibt. Alle Produkte, die speziell für Babys im ersten Lebensjahr entwickelt wurden, sind streng auf Schadstoffe kontrolliert und enthalten keine Zusatzstoffe wie Farb- und Konservierungsstoffe.
Achten Sie immer auf die Altersangaben der Hersteller. Sollten Sie sich entschließen, selbst den Kochlöffel zu schwingen – hier ein paar Tipps:
Babygerecht kochen – wie das geht.
Nur frische Zutaten verwenden.
Am besten Produkte aus heimischen Gebieten und nach Saison kaufen.
Kein Salz, Gewürze und Zucker verwenden (ein Baby hat viel feinere Geschmacksnerven als ein Erwachsener). Der Eigengeschmack der Breie ist würzig genug.
Schonend zubereiten: Dünsten mit wenig Flüssigkeit bei schwacher Hitze ist ideal.
Ein Baby kann noch nicht kauen. In den ersten Monaten muss alles fein püriert werden.
Bereiten Sie Obst und Gemüse direkt vor dem Essen zu, sonst gehen Vitamine verloren.
Das Essen nicht lange warmhalten, es können sich Keime entwickeln.
Obst und Gemüse aus dem Gefrierschrank.
Je frischer und je weniger behandelt, gespritzt und verarbeitet die Lebensmittel sind, desto besser. Außerhalb der Saison ist es jedoch schwierig, Obst und Gemüse erntefrisch einzukaufen. Tiefkühlprodukte sind eine gute Alternative und bieten Abwechslung im Speiseplan.
Die Qualität der Produkte wird oft zu Unrecht infrage gestellt. Denn das Einfrieren von Lebensmitteln verzögert den Verderb auf schonende Weise: Das enthaltene Wasser gefriert zu Kristallen und hemmt dadurch das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen. Auch die Aktivität von Enzymen, die für den Abbau von Nährstoffen verantwortlich sind, wird gebremst.
Tiefgefrorenes Obst, Gemüse und Kräuter sind eine saisonunabhängige Alternative zu frischer Ware.
Die Lebensmittel sind je nach Art 3-12 Monate bei minus 18 Grad haltbar. Qualitätsunterschiede sind zwischen tiefgekühlter und frischer Ware kaum erkennbar. Natürlich schneiden erntefrische Gemüsesorten am besten ab, aber durch Transportwege und Lagerung gehen bis zum Abverkauf im Supermarkt Nährstoffe verloren.
Tiefkühlprodukte werden sofort nach der Ernte vitaminschonend verarbeitet. Die Gemüsesorten werden zuerst blanchiert. Das vermindert die Anzahl der Verderbnis- oder Krankheitserreger. Dabei sinkt allerdings der Anteil von Vitamin C um 15 bis 30 Prozent. Hitzestabile Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten. Anschließend wird die Ware bei minus 70 Grad schockgefroren. Der Vitamingehalt bleibt nun bis zu einer Dauer von 12 Monaten fast konstant. Wird vergleichsweise frisches Gemüse für nur 3 Tage bei Zimmertemperatur gelagert, nimmt das enthaltene Vitamin C um etwa 50 Prozent ab. Und wie "frisch" das Gemüse beim Einkauf war, lässt sich oft schwer beurteilen.
Vorratsküche.
Tipp:
Wer einen Tiefkühlschrank, eine Gefriertruhe oder ein 4-Sterne-Gefrierfach im Kühlschrank hat, kann mehrere Portionen kochen und einfrieren.
Frieren Sie Gemüse und Fleisch getrennt ein.
Gemüse am besten in Gefrierbeuteln einfrieren.
Püriertes Fleisch in Eiswürfelschalen einfrieren, die Würfel entnehmen und in
einer Tiefkühlbox aufbewahren.
Im Kühlschrank vorbereitete Speisen maximal einen Tag aufbewahren.
Der Anfang:
Als erster Brei eignet sich z. B. Karotten-, Kürbis- oder Pastinakenmus. Alle drei Gemüsesorten gelten als allergenarm und leicht verträglich.
So kann’s weitergehen:
Wenn Sie eines der Gemüse probiert haben, Ihr Kind es gut verträgt und nach MEHR schreit, mischen Sie zu dem Gemüse, das Sie in der ersten Woche gewählt haben, eine weitere Sorte dazu. Am besten Kartoffeln. Danach können Sie Woche für Woche weitere Gemüsesorten probieren, z. B. Blumenkohl, Kohlrabi, Fenchel, Brokkoli oder Spinat.
Warum Rapsöl?
Um die fettlöslichen Vitamine besser aufzunehmen, braucht Ihr Baby Öl. Rapsöl besitzt eine bessere Fettsäurezusammensetzung als das gesundheitlich ebenfalls sehr wertvolle Olivenöl. Es zeichnet sich durch einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, insbesondere der Ölsäure, aus. Der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren setzt sich u. a. aus Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) und Omega-3-Fettsäuren (Linolensäure) zusammen. Der Anteil an essenziellen Fettsäuren ist sogar noch um ein Mehrfaches höher als beim Olivenöl. Daneben enthält Rapsöl viel Vitamin E und Karotinoide, die beide vor Krebs schützen sollen.
Getränke.
Zu den festen Mahlzeiten nimmt Ihr Kind gerne etwas zu trinken. Zuerst aus dem Fläschchen, dann aus der Trinklerntasse, später aus dem eigenen Becher. Empfohlen werden Wasser, ggf. ungesüßter Kräuter- oder Fencheltee. Nur in ganz geringen Mengen verdünnte Frucht- oder Gemüsesäfte, aber nur ungesüßt bzw. ungesalzen (siehe auch „Trinken“).
Nahrungsmittel, die nicht im ersten Lebensjahr gegessen werden sollten:
Kuhmilch oder andere Molkereiprodukte! (Enthält zu viel Eiweiß!)
Eier
Zitrusfrüchte
Trockenfrüchte (sind zu süß und können sich zwischen den Zähnen festsetzen: Kariesgefahr! Auch nach dem ersten Lebensjahr nur begrenzt anbieten)
keine Nahrungsmittel, die beim Hineinbeißen abbrechen können (z. B. Brotkanten: Erstickungsgefahr!)
Salz und auch Gewürzmischungen mit Salz sind im ersten Lebensjahr tabu, da es die kleinen Nieren zu stark belastet.
Wenn keine Allergie vorliegt, können Sie mit fein geschnittenen Kräutern, Butter, Keimölen oder verschiedenen Fruchtsäften würzen bzw. so den Geschmack verfeinern. Aber lassen Sie Ihr Baby zunächst den Eigengeschmack des Lebensmittels kennenlernen! Wenn das Kind etwa 1 Jahr alt ist, nimmt es mehr und mehr an den Familienmahlzeiten teil. Auch dann sollte noch sparsam mit Salz umgegangen werden. Für die ganze Familie empfiehlt sich zur Vorbeugung eines Jodmangels und für die Kariesprophylaxe jodiertes, fluoridiertes Speisesalz.
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Stillen ist das Beste für Ihr Baby, denn Muttermilch versorgt das Baby mit allen wichtigen Nährstoffen in genau abgestimmter Menge.
Darüber hinaus ist sie die preiswerteste Ernährungsform und ein guter Schutz gegen Krankheiten. Je früher und häufiger Sie Ihr Kind anlegen, desto eher kommt der Milchfluss in Gang. Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und nach der Entbindung begünstigt ebenfalls das Stillen, während das Zufüttern von Säuglingsnahrung den Stillerfolg beeinträchtigen kann.
Da die Entscheidung, nicht zu stillen, nur schwer rückgängig zu machen ist, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt, wenn Sie eine Säuglingsanfangsnahrung verwenden wollen. Beachten Sie die Hinweise und Zubereitungsanleitungen auf den Packungen genau, denn eine unsachgemäße Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
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