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Die 10 wichtigsten Fragen

Soll die Mutter in Schwangerschaft oder Stillzeit auf bestimmte Lebensmittel verzichten?
Nein, sagen auch die Experten.
Wenn Sie auf Lebensmittel verzichten, besteht eher die Gefahr, dass Sie und das Baby zu wenig Nährstoffe bekommen.

Wie ernähre ich mein allergiegefährdetes Baby in den ersten Monaten am besten?
Wenn möglich nur mit Muttermilch. Geht das nicht, bekommt das Baby eine Säuglingsnahrung mit aufgespaltenem Eiweiß, erkennbar an dem Kürzel „HA“. Achten Sie bei der Wahl der HA-Nahrung darauf, dass prebiotische Ballaststoffe enthalten sind.

Was ist besonders an HA-Nahrungen?
Jede dieser Nahrungen ist für allergiegefährdete Babys geeignet. „Hypoallergen“ bedeutet, dass das Eiweiß aufgespaltet ist und nicht so leicht Allergien auslöst. HA-Nahrung gibt es als „Pre“ ab der Geburt, „1“ mit Stärke, „2“ ab siebtem und „3“ ab zehntem Monat.

Was sind prebiotische Stoffe und wie wirken sie?
Prebiotische Ballaststoffe sind eine Art Futter für die guten Bakterien im Darm. Sie stärken die Darmflora und damit die Darmschleimhaut. So ist das Baby besser gegen Krankheitserreger geschützt. Außerdem halfen in Studien Prebiotika, Allergien zu verhindern.

Wann ist es Zeit für den ersten Brei?
Wenn das Baby dazu bereit ist. Früher empfahl man, gerade bei allergiegefährdeten Babys mit dem Brei so lange wie möglich zu warten; das ist inzwischen überholt. Wie bei allen anderen Kindern auch liegt das ideale Zeitfenster für den Start zwischen der 17. und der 26. Lebenswoche. Wird das Baby länger als sechs Monate nur mit Milch ernährt, fehlen ihm Nährstoffe, die es aus Muttermilch oder Säuglingsnahrung nicht bekommt, zum Beispiel Eisen, Zink und auch die Vitamine A und D.

Müssen Eltern bei allergiegefährdeten Babys bestimmte Zutaten von der Speisekarte streichen?
Nein, auch diese Empfehlung ist überholt. Es gibt sogar Hinweise, dass es sich positiv auswirkt, wenn das Baby früh auch Lebensmittel bekommt, die häufig Allergien auslösen. Führen Sie aber neue Lebensmittel nicht zu schnell nacheinander ein, sondern höchstens im Abstand von einigen Tagen. So sehen Sie auch gleich, wenn Ihr Baby auf etwas allergisch reagiert.

Was ist beim Breistart außerdem wichtig?
Grundsätzlich können Sie alles genauso machen wie bei Babys ohne Allergierisiko. Ersetzen Sie monatlich eine Milch- durch eine Breimahlzeit und suchen Sie anfangs Breie mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen aus. Babys brauchen nicht ganz so viel Abwechslung wie Erwachsene.

Und wenn das Baby am Familientisch mitisst?
Dann dürfen allergiegefährdete Babys alles essen, was ihnen schmeckt. Wichtig ist nur, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten.

Was ist eigentlich eine Allergie?
Jeder Mensch ist durch sein Immunsystem auf natürliche Weise gegen Bakterien, Viren und andere körperfremde Stoffe geschützt. Wenn das Immunsystem mit einer übersteigerten Abwehrreaktion auf normalerweise harmlose Fremdstoffe reagiert, die zum Beispiel über die Nahrung oder über die Atemluft in den Körper gelangen, dann spricht man von einer Allergie.

Welche zusätzlichen Maßnahmen zur Allergieprophylaxe (neben der Ernährung) gibt es?

  • nicht während der Schwangerschaft und später nicht in der Umgebung des Kindes rauchen
  • gesundes Innenraumklima (z. B. Schimmelpilzvermeidung)
  • Hausstaub möglichst gering halten
  • Kontakt mit Tierhaaren vermeiden